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Seealge als natürliche Jodquelle für Pferde

Selektives Fressverhalten: Wie Pferde lernen, ihre Nahrung auszuwählen

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Lesezeit 9 min

Pferde sind hoch spezialisierte Pflanzenfresser. Trotzdem bedeutet das nicht, dass sie mit einem angeborenen Katalog auf die Welt kommen, in dem jede geeignete und jede giftige Pflanze bereits vermerkt ist. Ein großer Teil ihrer Futterwahl wird nämlich gelernt. In diesem Blogbeitrag geht es darum, wie selektives Fressen funktioniert, welche Rolle Erfahrung und postingestives Feedback spielen, warum Vergiftungen trotzdem vorkommen und wie wir unseren Pferden wieder mehr sinnvolle Auswahl ermöglichen können.


Der Artikel knüpft dabei auch an das HOOFORIA-Interview zum selektiven Fressverhalten mit Michelle Dargatz und Privatdozentin Dr. Sabine Aboling an und vertieft einige der dort angesprochenen Zusammenhänge.

Frei lebende Pferde fressen mehr als Gras

Das Pferd wird als Grazer (Grasfresser) eingeordnet und Gräser sind zweifellos ein wichtiger Bestandteil seiner Nahrung. Wie variabel diese Nahrung unter freier Auswahl aber tatsächlich sein kann, zeigt eine 2025 veröffentlichte Untersuchung von Buchanan und Kollegen.


Die Forschenden untersuchten mittels DNA-Metabarcoding Kotproben frei lebender Pferde aus 16 unterschiedlichen Gebieten im Westen der USA. Der Anteil von Gräsern und grasartigen Pflanzen reichte im Sommer von rund 31 bis 84 Prozent und im Winter von 11 bis 83 Prozent. Je nach Lebensraum und Jahreszeit nahmen die Pferde also erhebliche Mengen anderer Pflanzengruppen auf. Die meisten Tiere befanden sich dabei in guter Körperkondition. Mehr zu diesem Thema kannst du in unserem Artikel zur natürlichen Nahrungsgrundlage von Pferden nachlesen. 


Diese Nahrungszusammensetzung von freilebenden Pferden unterscheidet sich deutlich von der Situation vieler Hauspferde. Ihr Raufutterbedarf wird häufig nahezu vollständig über Gras und Heu gedeckt, teilweise aus botanisch vergleichsweise wenigen Arten. Die Fähigkeit zur Selektion ist deshalb nicht verschwunden oder "herausgezüchtet". Die Möglichkeiten, sie anzuwenden und Erfahrungen mit unterschiedlichen Pflanzen zu sammeln, sind jedoch wesentlich kleiner. 

Pferd selektives Fressen

„Die Domestizierung dürfte keine Einschränkungen des Fressverhaltens mit sich bringen, weil die Zuchtselektion zwar zu unterschiedlichen Rassen führt, nicht aber zu einer grundsätzlich veränderten Verdauungsphysiologie.“

Privatdozentin Dr. Sabine Aboling, HOOFORIA Volume 17, 2026

Futterwahl ist kein eingebauter Nährstoffscanner

Einer der Forscher, die das heutige Verständnis der Futterwahl von Pflanzenfressern stark geprägt haben, ist der Tierverhaltensforscher Prof. Dr. Fred Provenza. Über Jahrzehnte untersuchten er und seine Kollegen, wie Tiere Nahrung kennenlernen und wie daraus Vorlieben und Abneigungen entstehen.


Tiere erkennen Energie, Protein, Mineralstoffe oder Pflanzenstoffe nicht einfach zuverlässig über ihren Geschmack. Sie lernen vielmehr, sensorische Eigenschaften eines Futters mit dessen späteren körperlichen Folgen zu verknüpfen. Provenza und Villalba beschreiben Futterwahl deshalb als flexiblen, fortlaufend aktualisierten Prozess. Bedürfnisse und Verhalten sind nicht fest programmiert, sondern verändern sich mit den gemachten Erfahrungen. 


Der Fachbegriff dafür lautet postingestives Feedback.


Geruch, Geschmack und Struktur (präingestive Wahrnehmung) helfen zunächst dabei, ein Futtermittel wiederzuerkennen. Nach dem Schlucken liefern der Verdauungstrakt und weitere Organsysteme Informationen darüber, was diese Nahrung im Körper bewirkt. Viszerale Rezeptoren reagieren unter anderem auf Nährstoffsignale, Osmolarität, Füllung und toxische Wirkungen. Diese Informationen erreichen das zentrale Nervensystem und werden mit der vorherigen sensorischen Erfahrung verknüpft (postingestive Rückmeldung). 


Liefert eine Nahrung beispielsweise einen gerade benötigten Nährstoff, kann die Präferenz für ihren Geschmack steigen. Führt sie zu Übelkeit, Schmerzen oder anderen unangenehmen körperlichen Folgen, wird sie später eher gemieden oder ihre Aufnahme begrenzt.


Versuche mit Schafen und Ziegen zeigen diese Lernfähigkeit sehr deutlich. Tiere mit einem Energie- oder Proteinmangel bevorzugten später Geschmacksreize, die zuvor mit der Zufuhr des gerade benötigten Nährstoffs verbunden worden waren.

Auch das Darmmikrobiom verändert die Erfahrung mit einer Pflanze

Zwischen Pflanze und Körper liegt noch eine weitere Ebene: das Darmmikrobiom. Mikroorganismen verändern Pflanzenbestandteile, produzieren daraus neue Stoffwechselprodukte und können an der Umwandlung bestimmter sekundärer Pflanzenstoffe beteiligt sein. Damit beeinflussen sie, welche Stoffe nach der Aufnahme tatsächlich mit dem Organismus in Kontakt kommen.


Aus der Forschung an verschiedenen Pflanzenfressern gibt es Beispiele dafür, dass sich Tiere mit wiederholter Aufnahme bestimmter Pflanzenstoffe auch mikrobiell an deren Verwertung oder Entgiftung anpassen. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass das Darmmikrobiom beim Pferd unmittelbar entscheidet, welche Pflanze gefressen wird, es ist aber Teil der körperlichen Reaktion, aus der wiederum postingestives Feedback entstehen kann.

Eine Pflanze kann heute anders bewertet werden als morgen

Selektives Fressen ist kein starres Programm, denn individuelle tägliche Bedarf verändert sich mit Witterung, Wachstum, Bewegung, Trächtigkeit, Laktation, Gesundheitszustand und vielen weiteren Faktoren. Auch Parasitenbelastungen können die Nahrungsauswahl beeinflussen.


Gleichzeitig verändert sich die Nahrung selbst. Energie, Protein, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe können sich mit Jahreszeit, Standort und Entwicklungsstadium verschieben. Selbst innerhalb derselben Pflanze unterscheiden sich Blätter, Blüten, Samen, Früchte, Rinde oder Wurzeln teilweise erheblich. Pferde wählen deshalb nicht nur zwischen Pflanzenarten.

Aus der eigenen Beobachtung von Michelle Dargatz suchen manche Pferde beispielsweise gezielt Löwenzahnblüten und lassen Blätter und Stängel stehen. Andere fressen Samen aus den Blütenständen von Knaulgras. Brombeerblätter können sehr geschickt zwischen den dornigen Trieben herausgepflückt werden. Im HOOFORIA-Artikel beschreibt Dr. Sabine Aboling zusätzlich die gezielte Aufnahme von Knospen, Samenständen und saisonal unterschiedlichen Pflanzenteilen. 


Selektives Fressen Pferd

Die persönliche Pflanzenbibliothek

Jede neue Nahrung liefert Informationen: Geruch, Geschmack, Struktur, aufgenommene Menge und körperliche Konsequenz bilden mit der Zeit eine Art persönliche „Pflanzenbibliothek“. Diese Bibliothek entsteht nicht allein durch Versuch und Irrtum. Das soziale Umfeld verkürzt Lernwege.


In Untersuchungen an Schafen beeinflusste die Mutter, welche Futtermittel ihre Lämmer bevorzugten oder mieden. Wurden diese sozialen Erfahrungen anschließend durch positive oder negative postingestive Folgen bestätigt, verstärkte sich das Verhalten. Provenza und Villalba beschreiben soziale Weitergabe deshalb als Möglichkeit, Lernen innerhalb einer Gruppe effizienter zu machen. Ein Jungtier muss nicht jede Nahrung vollkommen allein kennenlernen. Solche Erfahrungen sind nicht mit dem Jungtieralter abgeschlossen. Bei Schafen wird das Prinzip sogar gezielt im Weidemanagement eingesetzt: Unerfahrene Tiere werden mit erfahrenen Tieren zusammengebracht und schrittweise an neue Pflanzenbestände herangeführt.


Beim Pferd ist die soziale Weitergabe konkreter Pflanzenpräferenzen bei erwachsenen Tieren weniger gut untersucht. Dass auch ältere Pferde weiterhin neue Futtererfahrungen sammeln können, steht dazu jedoch nicht im Widerspruch. Auch ein Pferd, das mit einem sehr begrenzten Pflanzenangebot aufgewachsen ist oder später in eine völlig andere Vegetation wechselt, kann seine Bibliothek weiter ausbauen.

Selektives Fressen Pferd lernen
Das soziale Umfeld prägt die Lernerfahrung beim selektiven Fressen

Wenn Pflanzenstoffe nicht nur „gut“ oder „schlecht“ sind

Ein weiterer interessanter Aspekt der Arbeiten von Provenza und Kollegen betrifft sekundäre Pflanzenstoffe. Alkaloide, Terpene, Phenole oder Tannine werden in der Tierernährung häufig vor allem unter dem Gesichtspunkt möglicher toxischer oder antinutritiver Wirkungen betrachtet.


Ihre Wirkung hängt jedoch stark von der Dosis ab. Manche dieser Substanzen wirken auf Mikroorganismen, Parasiten oder andere biologische Prozesse. In höheren Mengen können dieselben Stoffgruppen die Futteraufnahme begrenzen oder toxisch wirken. Villalba und Provenza beschreiben entsprechend, dass die Grenze zwischen einem potenziell nützlichen Pflanzenstoff und einem Toxin teilweise eine Frage der aufgenommenen Menge ist. 


In Versuchen mit Schafen ließ sich sogar zeigen, dass Tiere lernen können, gezielt Substanzen aufzunehmen, die negative Folgen bestimmter Nahrungsbestandteile abschwächen. Wurde die zeitliche Verbindung zwischen Beschwerden und der entsprechenden Substanz experimentell aufgehoben, entstand diese Präferenz nicht. 


Auch Dr. Sabine Aboling greift Selbstmedikation beim Pferd auf. Sie beschreibt als mögliche Form positiven postingestiven Feedbacks beispielsweise die Abmilderung einer Magenreizung und diskutiert, dass Pferde dafür unterschiedliche Mengen „diätetisch wirksamer Medizinalpflanzen“ aufnehmen könnten.  Beim Pferd ist Selbstmedikation damit ein plausibles und auch in der pferdespezifischen Ernährungsökologie diskutiertes Konzept, experimentell aber wesentlich weniger untersucht als bei Schafen und anderen Herbivoren.

Warum vergiften sich Pferde trotzdem?

Das Fressen von Giftpflanzen sind vermutlich das häufigste Argument gegen die Fähigkeit von Pferden zur selektiven Futterwahl. Dass Vergiftungen vorkommen, widerlegt diese Fähigkeit allerdings nicht. Es zeigt ihre Grenzen.


Dr. Sabine Aboling wertete in einer Metastudie dokumentierte Vergiftungsfälle und Situationen ohne Vergiftung bei Pferden, Rindern, Schafen und Ziegen auf Weiden aus. Von 85 evidenzbasierten Konstellationen entfielen 40 Prozent auf „zero poisoning“. Die Tiere hatten eine potenziell giftige Pflanze entweder gemieden oder aufgenommen, ohne dass eine Vergiftung dokumentiert wurde.


Unter den Vergiftungsfällen war eine eingeschränkte Futterauswahl die häufigste beschriebene Situation. Sie machte 24,7 Prozent aller ausgewerteten Konstellationen aus. Überweidung lag bei 12,9 Prozent, saisonale Futterknappheit bei 10,6 Prozent. Aboling leitet aus ihrer Auswertung ab, dass Hunger die normalerweise funktionierende Pflanze-Tier-Kommunikation erheblich stören kann.


Auch ein starkes, nicht erfülltes Bedürfnis nach einer bestimmten Nahrung kann die Auswahl beeinflussen. Dr. Sabine Aboling beschreibt im HOOFORIA-Artikel einen Vergiftungsfall bei älteren Fohlen, bei dem sie vermutet, dass ein möglicherweise haltungsbedingt besonders großes Bedürfnis nach Frischgras die negative körperliche Rückmeldung durch aufgenommenes Jakobskreuzkraut überlagert hatte. Die Kreuzkraut-Rosetten wurden dabei offenbar zusammen mit dem dicht wachsenden Gras aufgenommen.

Abgefressene Weide
Vergiftungen sind größtenteils Folge menschlichen Einflusses: Abgefressene Weiden, Futterknappheit, zu wenig frische Nahrung können zur Aufnahme giftiger Pflanzen beitragen. 

Die Feedbackfalle

Ein Lernsystem funktioniert besonders gut, wenn Handlung und Konsequenz zeitlich eng zusammenliegen. Ein bitterer Geschmack mit unmittelbar folgendem Unwohlsein lässt sich vergleichsweise leicht zuordnen. Schwieriger wird es, wenn eine Pflanze zunächst Energie oder Protein liefert und die schädliche Wirkung erst viele Stunden oder Tage später eintritt.


Provenza bezeichnet solche Situationen sinngemäß als Feedbackfalle: Die unmittelbare Rückmeldung spricht zunächst für die Nahrung, während die eigentliche Schädigung so spät auftritt, dass ihre Ursache kaum noch eindeutig zugeordnet werden kann. Auch die Dosis verändert die Erfahrung. Hinzu kommen Unterschiede zwischen Pflanzenstadien, Standorten und einzelnen Tieren. Eine Pflanze, die bereits mehrfach in kleinen Mengen ohne erkennbare negative Folgen aufgenommen wurde, muss in einer anderen Konzentration nicht dieselbe Erfahrung erzeugen.


Auch das gemeinsame Vorkommen von Toxin und Repellent ist entscheidend. Fehlt die sensorische, olfaktorische oder gustatorische Erkennung, kann auch das postingestive Feedback nicht sicher zugeordnet werden. Das ist vermutlich in jungen Keimlingen des Bergahorns der Fall, die atypische Weidemyopathie auslösen könne. 


Selektives Fressen ist deshalb lernfähig, aber nicht unfehlbar.

Was Verarbeitung verändert

Bei frischen Pflanzen stehen Geruch, Geschmack, Struktur und einzelne Pflanzenteile gleichzeitig als Information zur Verfügung.


Trocknen, Schneiden oder Silieren verändert einen Teil dieser Eigenschaften. Ob problematische Pflanzenstoffe dadurch ebenfalls verschwinden, hängt vom jeweiligen Stoff ab. Werden verschiedene Komponenten zusätzlich gemahlen, vermischt oder pelletiert, lässt sich ein einzelner Bestandteil kaum noch aussortieren. Das Pferd kann eine spätere körperliche Reaktion dann allenfalls mit der gesamten Mischung verbinden. Welcher einzelne Bestandteil dafür verantwortlich war, lässt sich aus dieser Erfahrung kaum herausfiltern.

Die Pflanzenbibliothek des eigenen Pferdes erweitern

Mehr Auswahl im Pferdealltag bedeutet natürlich nicht, das Pferd unkontrolliert jede unbekannte Pflanze ausprobieren zu lassen. Gerade wer die Futtervielfalt erweitern möchte, sollte selbst Pflanzenkenntnis mitbringen und sich laufend weiter aneignen.

Einige praktische Grundsätze für die sichere Erweiterung der Pflanzenbibliothek:

Nur Pflanzen anbieten, deren Art, Pflanzenteil und Entwicklungsstadium sicher bestimmt werden können und deren Eignung für Pferde bekannt ist.

Komplett neue Pflanzen wenn möglich frisch und einzeln kennenlernen lassen. Dadurch bleiben Geruch, Geschmack und körperliche Erfahrung gut miteinander verknüpfbar.

Zunächst kleine Mengen anbieten und das Pferd selbst entscheiden lassen, ob es die Pflanze aufnehmen möchte.

Neue Pflanzen nicht aus Hunger ausprobieren lassen. Gewohntes Raufutter sollte ausreichend verfügbar sein. Gerade eingeschränkte Futterwahl und Futterknappheit finden sich in Abolings Auswertung wiederholt im Zusammenhang mit Vergiftungen. 

Geeignete Kräuter und Gehölze am Stall können zusätzliche Wahlmöglichkeiten schaffen.

Auch kontrollierte Pflanzenaufnahme auf Spaziergängen kann Erfahrungen ermöglichen, sofern die Fläche dafür geeignet und die Nutzung erlaubt ist.

Nicht nur beobachten, ob eine Pflanze generell gefressen wird. Interessant sind auch Menge, Pflanzenteil und Veränderungen über das Jahr.

Die Entscheidung des Pferdes respektieren. Eine als geeignet eingestufte Pflanze muss nicht gefressen werden.

Bekannte Giftpflanzen und andere erhebliche Risiken gehören weiterhin ins menschliche Management. Selektionsfähigkeit ist kein Freibrief, gefährliche Pflanzen bewusst zugänglich zu lassen.

Fazit: Nutritional Wisdom ist keine Magie

Selektives Fressen lässt sich weder auf Instinkt reduzieren noch vollständig durch eine Rationsberechnung ersetzen. Die Forschung von Fred Provenza und anderen Wissenschaftlern beschreibt vielmehr ein lernendes biologisches System: Erfahrungen aus der Vergangenheit werden mit dem aktuellen Zustand des Körpers und dem vorhandenen Nahrungsangebot abgeglichen.


Viele der grundlegenden Experimente stammen von Schafen, Ziegen und anderen Pflanzenfressern. Nicht jeder dort nachgewiesene Mechanismus wurde beim Pferd in gleicher Tiefe untersucht. Arbeiten wie die Metastudie von Sabine Aboling und aktuelle Untersuchungen zur Nahrung frei lebender Pferde liefern inzwischen aber auch direkt pferdespezifische Daten.


Prof. Dr. Fred Provenza hat einen großen Teil dieser Forschung in seinem englischsprachigen Buch Nourishment zusammengeführt. Es beschäftigt sich nicht nur mit Weidetieren, sondern auch mit der Frage, was Menschen aus diesen Mechanismen für ihre eigene Ernährung lernen können. Denn postingestives Feedback existiert auch bei uns. Hoch verarbeitete Nahrung kann die Verbindung zwischen Geschmack, Nährstoffgehalt und späteren körperlichen Folgen allerdings erheblich verändern.

Weiterlesen

  1. Buchanan CE et al. (2025): Free-Roaming Horse Diet and Body Condition Differences Across Seasons and Ecologically Diverse Herd Management Areas. Rangeland Ecology & Management 103, 230–246.
  2. Aboling S. (2023): Do Poisonous Plants in Pastures Communicate Their Toxicity? Meta-Study and Evaluation of Poisoning Cases in Central Europe. Animals 13, 3795.
  3. Villalba JJ, Provenza FD (2007): Self-medication and homeostatic behaviour in herbivores: learning about the benefits of nature’s pharmacy. Animal 1, 1360–1370.
  4. Villalba JJ, Landau SY (2012): Host behavior, environment and ability to self-medicate. Small Ruminant Research 103, 50–59.
  5. Provenza FD: Nourishment: What Animals Can Teach Us about Rediscovering Our Nutritional Wisdom.
  6. HOOFORIA: Selektives Fressverhalten – Und was darf’s heute sein?